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07. März 2013

Telekommunikation: Kein Wachstum bis 2015 – Breitbandkabel legt gegen den Trend zu

Die Aussichten für Telekommunikationsunternehmen in Deutschland sind verhalten: Führungskräfte erwarten für ihre Branche in den kommenden drei Jahren  bestenfalls stagnierende Umsätze. Der intensive Wettbewerb, ein hoher Innovations- und Investitionsdruck sowie Vorgaben der Regulierungsbehörden verhindern nach ihrer Ansicht branchenweites Wachstum. Für einzelne Sparten und Firmen sehen sie aber Chancen, sich erfolgreich gegen den Trend zu behaupten. Das sind Ergebnisse der Studie „Branchenkompass 2013 Telekommunikation“ von Steria Mummert Consulting.

Im Jahr 2005 erreichte die Telekommunikationsbranche in Deutschland mit 68,8 Milliarden Euro  Außenumsatz einen vorläufigen Höhepunkt – seither gehen die Umsätze zurück und lagen in den letzten zwei Jahren nur noch knapp über 60 Milliarden  Euro. Bis 2015 werden sie nach Ansicht der für die Studie befragten Führungskräfte der Telekommunikationsbranche auf diesem Niveau verharren oder weiter leicht zurückgehen.

„Die moderne Telekommunikationstechnologie treibt zwar das Wirtschaftswachstum insgesamt stark voran – aber das inzwischen eher indirekt“, sagt Reinhold Weber , Telekommunikationsexperte bei Steria Mummert Consulting. „Fortschritte in der Telekommunikation ermöglichen vernetzte und mobile Anwendungen, die sowohl für die Industrie als auch für moderne Dienstleistungsunternehmen immer stärker an Bedeutung gewinnen. Der Telekommunikationsmarkt selbst ist in Deutschland allerdings schon seit einigen Jahren gesättigt.“

Die einzelnen Bereiche der Branche entwickeln sich stark unterschiedlich. Der Umsatz im Breitbandkabelnetz ist in den vergangenen fünf Jahren entgegen dem Branchentrend stark gewachsen und erreichte im Jahr 2012 mit 4,4 Milliarden  Euro seinen bisherigen Höchstwert. Auch für die Zukunft erwarten die Befragten, dass sich das Breitbandkabelnetz weiter am Markt durchsetzen wird. Mit aktuell 7,3 Prozent  ist der Anteil am Gesamtumsatz der Branche jedoch nach wie vor klein.

Die Umsätze im Festnetz gehen hingegen zurück, machen mit 51,4 Prozent  aber immer noch den größten Anteil aus. Die Festnetzumsätze sanken insbesondere beim nationalen Anbieter Deutsche Telekom, während sie bei Wettbewerbern sogar etwas zulegten. Im Mobilfunk sind die Umsätze in absoluten Zahlen ebenfalls rückläufig – im Verhältnis zueinander betrachtet konnte der Mobilfunk dem Festnetz in den vergangenen Jahren aber immer mehr Umsatzanteile abnehmen. Die befragten Entscheider gehen davon aus, dass sich dieser Trend in Zukunft noch verstärken wird – insbesondere durch eine steigende Nachfrage an mobiler Datenübertragung durch die zunehmende Anzahl an Smartphones und Tabletcomputern. Deswegen bewerten die Mobilfunkbetreiber ihre eigenen Umsatzerwartungen positiver als die der Gesamtbranche.

Ebenfalls zuversichtlich blicken die regionalen Telekommunikationsanbieter in ihre eigene Zukunft – durch eine besondere regionale Verankerung und die Fokussierung auf rentable Projekte wollen sie sich dem Branchentrend entziehen. „Hohe Bandbreite wird in den nächsten Jahren der entscheidende Erfolgsfaktor im Telekommunikationssektor sein“, sagt Steria-Mummert-Experte Reinhold Weber. „Gegen den Branchentrend wachsen können deshalb vor allem Firmen, die in Nischen im Markt ihren Kunden eine höhere Datenrate anbieten können als die Wettbewerber.“

Hintergrund
Für die Studie „Branchenkompass 2013 Telekommunikation“ führte das F.A.Z.-Institut im Auftrag von Steria Mummert Consulting qualitative Interviews mit Führungskräften ausgewählter Unternehmen der Telekommunikationsbranche. Als Auswahlkriterien dienten die Unternehmensgröße sowie eine gewisse Streuung im Hinblick auf die Gewichtung der Segmente Mobilfunk, regionale Anbieter und Kabelnetzbetreiber. Die Gespräche waren leitfadengestützt und wurden persönlich zwischen September und Dezember 2012 geführt.